Maria Köpke in Rowlett, Texas |
| Wednesday, 05 December 2007 12:07 |
| There are no translations available. Bilder von links: - Homecoming Dance - I am left - Skifahren in Colorado (Ich bin in der Mitte) Hallo DFH, Ihr wollt einen Bericht von meinem Leben in Amerika? Kein Problem. Ich hab genug über das ich berichten kann. Die Frage ist nur, wo fange ich an? Am besten bei meiner Gastfamilie. Ich lebe zusammen mit einem Ehepaar in der Stadt Rowlett, 30 Minuten von Dallas, Texas entfernt. Sie heissen Laurie und Sergio Espinosa und haben keine Kinder, dafür aber einen braunen Labradorhund namens Max. Er folgt mir schon überall hin und hört auf meine Kommandos meistens beim ersten Mal ?. Ich habe ein eigenes Zimmer, das sie extra für mich eingerichtet haben und sogar ein kleines Bad. Wir verstehen uns meistens richtig gut. Es war ziemlich schwer sich erstmal richtig kennen und vertrauen zu lernen, aber ich glaube so langsam sind wir schon richtig gute Freunde. Ich kann auch einfach mal anfangen zu heulen, wenn ich Heimweh hab, was zum Glück nicht soo oft vorkommt. Alle zwei Wochen telefoniere ich nach Deutschland und E-mails wechseln meistens jeden dritten Tag. Meine Familie bleibt also auf dem Laufenden, während mein Leben sich hier gründlich ändert. Zum ersten ist natürlich die Schule ganz anders als in Deutschland. Meine Sachse High School hat ein Trimester System. Das bedeutet, dass sich für mich alle 12 Wochen der Stundenplan ändert. Dadurch kann ich viel mehr Fächer wählen und hab doch nicht weniger Unterricht darin, weil ich jeden Tag die gleichen Fächer hab. Mein erster Term ist leider schon vorbei. Ich hatte Nähen, Astronomie, US Geschichte, Englisch und Kreatives Schreiben und hab durch das Kurssystem viele Leute kennengelernt. Am Anfang ist es ziemlich schwierig, weil man überhaupt keinen hat und alle Freundschaften sozusagen von Null anfangen muss. Ich hab meistens meine Rolle als Austauschschüler ausgenutzt, die mich für die anderen interessanter machte. Jetzt ist das nicht mehr so wichtig, weil ich schon eine Menge Bekanntschaften gemacht habe und es im Grunde zwischen uns egal ist, ob ich Amerikaner bin oder nicht. Man muss trotzdem immer auf die seltsamsten Fragen gefasst sein. Mich hat ein Mädchen gefragt, ob Deutsch eine richtige Sprache sei, die man auch schreiben kann. In solchen Fällen ist Achtung angesagt, denn wer jetzt anfängt zu lachen, wird für immer als eingebildet und unfreundlich abgestempelt. Abstempeln im allgemeinen können Amis ganz gut. Wenn wir Mittagspause haben, sitzt da der Cheerleadertisch, dort der Footballtisch, hier die Band und in der anderen Ecke der Chor. Leider gibt es auch viele Tische nur mit Mexikanern oder Schwarzen und besonders im Geschichtsunterricht knistert die Luft manchmal vor Spannung. Ich sitze am Theatertisch, denn ich bin ein Mitglied im Theaterclub. Meistens haben wir einfach nur Spaß und essen viel, aber ich habe bei Castings Anfang November eine kleine Rolle im Schulmusical bekommen und freu mich schon richtig auf den ersten Auftritt. Ausserdem bin ich noch im Schulchor und habe es seit dem Beginn des zweiten Terms auch als Schulfach, zusammen mit Mathematik, Englisch, US Geschichte und Zeichensprache. Bis vor einer Woche war es hier in Texas noch so warm, dass man kurzärmelig herumlaufen konnte, aber jetzt wird es zum Glück kälter und alle Texaner fangen schon an über kalte Füsse zu reden. (Sie sollten Deutschland besser nicht im Winter besuchen kommen!) Meine Gasteltern und ich sind über Thanksgiving nach Colorado in die Rocky Mountains gefahren. Ihnen macht der Schnee und das wirklich kalte Wetter dort nichts aus weil sie zwei Jahre dort gewohnt haben. Wir waren in dem kleinen Ort Breckenridge und sind Ski gefahren. Ich hab das noch nie zuvor gemacht und war reichlich überrascht, dass es gar nicht so schwer war. Wenn man es einmal begriffen hatte, machte es sogar richtig Spaß. Und die Rocky Mountains – da gibt es keine Worte! Es war einfach super. Naja, aber jetzt fängt ja erst mal die Weihnachtszeit an und ich hab schon hunderte von Dekorationen an Häusern gesehen. Auch die Kaufhäuser sind voll und ich freu mich schon aufs Geschenke kaufen und englische Weihnachtslieder singen! So, ich hoffe, ihr hattet wenigstens einen kleinen Einblick. Zur weiteren Ausschmückung schicke ich noch ein paar Bilder und ich hoffe, ihr habt “ A Merry Christmas”!!! Eure Maria |















